Donnerstag, 19. Januar 2012

Den Jackpot knacken - macht Geld glücklich?


Generell gilt: Alles, was besser ist als erwartet, macht uns glücklich. Dazu gehört mit Sicherheit auch das Knacken eines satten Lotto-Jackpots. Aber leider hält das Glücksgefühl nicht lange vor. 

Bereits in den 1970er Jahren haben Studien gezeigt, dass Lotteriegewinner sich nicht glücklicher oder unglücklicher fühlen als andere Menschen. Ähnlich sieht es auch mit der Beziehung zwischen Einkommen und Glücksempfinden aus. Sobald wir uns die lebensnotwendigen Dinge leisten können, führt ein höheres Einkommen nicht zu einem signifikant glücklicheren Leben.

Was wir allerdings mit unserem Geld machen, hat einen messbaren Einfluss auf unser Glücksempfinden. Kurz gesagt macht uns das „Kaufen“ von Erlebnissen glücklicher als das Kaufen von Sachen. Meist hält die Freude über das neue Kleidungsstück oder das neuste elektronische „Spielzeug“ nur kurz vor. Dagegen können wir von tollen Erlebnissen z.B. im Urlaub, einer Varieté-Vorstellung oder bei einem guten Essen lange zehren. Und das Schönste daran: Während „alte“ Produkte immer unattraktiver werden, erscheinen uns diese Erlebnisse in der Erinnerung immer schöner, je länger sie zurück liegen.

Richtige Glücks-Egoisten gehen noch ein Schritt weiter: Sie geben Geld für andere aus! Egal ob eine Spende, eine Einladung zum Essen, der Euro für den Straßenmusiker oder ein großzügiges Trinkgeld; Menschen, die einen Teil Ihres Geldes für andere ausgeben, fühlen sich deutlich glücklicher. Dabei kommt es weniger auf die Höhe der Beträge an, sondern viel mehr auf die Häufigkeit. 

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