Maßgeblich für unser Glücksempfinden ist die Frage, ob wir
das Gefühl haben, unser Leben im Griff zu haben. Schon der kleinste
wahrgenommene Kontrollverlust hat negative Auswirkungen auf unser
Glücksempfinden.
Ähnlich wie beim Shopping macht positives Denken und die
Visualisierung angestrebter Ergebnisse erst einmal ein gutes Gefühl – aber es gibt
Risiken und Nebenwirkungen. Wird das ersehnte Ziel nicht erreicht, z.B. bei
einer Diät oder nach einem Tschakka-Event, führt diese erlebte Erfolglosigkeit
zu einer sinkenden Zuversicht, das eigene Leben steuern zu können.
Deshalb hat der achtsame Umgang mit Zielen einen hohen
Einfluss auf das persönliche Glücksempfinden. Sie sehen schon, viele Menschen
legen durch gut gemeinte, aber völlig überzogene Neujahrs-Vorsätze den ersten
Stolperstein für ihre Glücksbilanz.
Eine Ursache dafür kann der Mythos sein, dass alleine das Setzen
ehrgeiziger Ziele einen maßgeblichen Einfluss auf den späteren Erfolg hat.
Daher ist hier ein guter Platz, um mit einem gern genommen Gerücht aufzuräumen:
Der Yale-Zielstudie von 1953 / 1973. Angeblich hat ein Forscherteam 1953 Studenten
im Abschlussjahr befragt, ob sie sich schriftlich Ziele gesetzt hätten, was sie
einmal im Leben erreichen wollen. Und 20 Jahre später stellten dieselben
Forscher fest, dass die 3% der Studenten, die sich schriftliche Ziele gesetzt
hatten, ein größeres Vermögen aufgebaut hatten als die anderen 97% zusammen.
Eine tolle Geschichte, die gerne und ungeprüft übernommen wird, obwohl die
Zeitschrift „Fast Company“ schon in 2007 herausfand, dass so eine Studie
niemals durchgeführt wurde.
Grundvoraussetzung für realistische Ziele ist eine gute
Selbstkenntnis. Nur wenn Sie wissen, wo Ihre Stärken und wo Ihre Begrenzungen
liegen, werden Sie sich motivierende Ziele setzen können. Und nur, wenn Sie
ihre Ziele als wirklich erstrebenswert ansehen, werden Sie auch „mit Volldampf“
an der Zielerreichung arbeiten. Dabei ist das STRUCTOGRAM®-Seminar
„Schlüssel zur Selbstkenntnis“ eine wertvolle Hilfe.
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