Dienstag, 24. Januar 2012

Wie geht ganzheitliche Führung?

...das fragt die Februar-Ausgabe der Weiterbildungs-Zeitschrift managerSeminare. 

Laut einer Leserumfrage brauchen Führungskräfte dafür vor allem "Beobachtungsgabe und Empathie". Dementsprechend steht bei den abgeleiteten Tipps für eine Verbesserung der Interaktion von Führungskräften und Mitarbeitern "Empathie schulen" ganz vorne.

Die spannende Frage ist aber, WIE gelingt das?

Scott Livengood von Krispy Kreme, einer in den USA überaus erfolgreichen Doughnut-Kette, hat eine erfolgsentscheidende Voraussetzung für gute Führungsarbeit folgendermaßen auf den Punkt gebracht:

"Das wichtigste ist, zu entscheiden, wofür man steht, was man darstellt, was für einen wichtig ist und was man wert ist."

Denn unsere innere Haltung prägt unsere Wirkung auf andere und unser Verhalten. Zielgerichtete und konstruktive Interaktion mit anderen setzt deshalb immer eine gesunde Selbstkenntnis voraus.

Unter dem Titel „Eigene Potenziale nutzen und persönliche Wirkung maximieren“ habe ich diesen Gedanke vor einiger Zeit in einem Artikel für den Vertriebs-Experts-Beratungsbrief vertieft: 


http://www.ralf-china.de/index_htm_files/potenziale_nutzen-Wirkung_max1009.pdf

Aber wie sieht das aus Mitarbeitersicht aus, denn schließlich funktioniert Führung ja nur, wenn sich die Mitarbeiter auch führen lassen.

Vielleicht kennen Sie ja den Spruch „Ratschläge sind auch Schläge“?  Er macht deutlich, dass „Wissen wie“ allein nie gut ankommt – selbst wenn der „Besserwisser“ eigentlich recht hat. Und der ultimative Appell im Konfliktfall „Jetzt sein Sie doch mal vernünftig“ bringt in der Regel auch nicht die gewünschte Wirkung. Vielmehr machen wir immer wieder die Erfahrung, dass unterschiedliche Menschen die gleichen Dinge unterschiedlich wahrnehmen und bewerten.

Daraus ergibt sich für eine Führungskraft die Notwendigkeit, alle Dinge und Ereignisse nicht nur aus dem eigenen Blickwinkel, sondern immer auch aus dem Blickwinkel des Mitarbeiters zu betrachten. Wie das gelingen kann zeigen der Artikel „So erkennen und nutzen Sie die Beweggründe Ihrer Mitarbeiter“, ebenfalls aus einem aus dem Vertriebs-Expert-Beratungsbrief:

http://www.ralf-china.de/index_htm_files/motivation-beweggruende_erkennen_11-2009.pdf

Ganzheitliche Führung hat viele Aspekte - eine professionelle Selbst- und Menschenkenntnis ist dabei immer die unverzichtbare Basis. Und mit dem Structogram-Trainings-System steht Ihnen eine einzigartige Methode zur Verfügung, um daran zu arbeiten.

Donnerstag, 19. Januar 2012

Positives Denken - Ist Glück eine Frage der richtigen Einstellung?


Maßgeblich für unser Glücksempfinden ist die Frage, ob wir das Gefühl haben, unser Leben im Griff zu haben. Schon der kleinste wahrgenommene Kontrollverlust hat negative Auswirkungen auf unser Glücksempfinden. 

Ähnlich wie beim Shopping macht positives Denken und die Visualisierung angestrebter Ergebnisse erst einmal ein gutes Gefühl – aber es gibt Risiken und Nebenwirkungen. Wird das ersehnte Ziel nicht erreicht, z.B. bei einer Diät oder nach einem Tschakka-Event, führt diese erlebte Erfolglosigkeit zu einer sinkenden Zuversicht, das eigene Leben steuern zu können.
Deshalb hat der achtsame Umgang mit Zielen einen hohen Einfluss auf das persönliche Glücksempfinden. Sie sehen schon, viele Menschen legen durch gut gemeinte, aber völlig überzogene Neujahrs-Vorsätze den ersten Stolperstein für ihre Glücksbilanz.

Eine Ursache dafür kann der Mythos sein, dass alleine das Setzen ehrgeiziger Ziele einen maßgeblichen Einfluss auf den späteren Erfolg hat. Daher ist hier ein guter Platz, um mit einem gern genommen Gerücht aufzuräumen: Der Yale-Zielstudie von 1953 / 1973. Angeblich hat ein Forscherteam 1953 Studenten im Abschlussjahr befragt, ob sie sich schriftlich Ziele gesetzt hätten, was sie einmal im Leben erreichen wollen. Und 20 Jahre später stellten dieselben Forscher fest, dass die 3% der Studenten, die sich schriftliche Ziele gesetzt hatten, ein größeres Vermögen aufgebaut hatten als die anderen 97% zusammen. Eine tolle Geschichte, die gerne und ungeprüft übernommen wird, obwohl die Zeitschrift „Fast Company“ schon in 2007 herausfand, dass so eine Studie niemals durchgeführt wurde.

Grundvoraussetzung für realistische Ziele ist eine gute Selbstkenntnis. Nur wenn Sie wissen, wo Ihre Stärken und wo Ihre Begrenzungen liegen, werden Sie sich motivierende Ziele setzen können. Und nur, wenn Sie ihre Ziele als wirklich erstrebenswert ansehen, werden Sie auch „mit Volldampf“ an der Zielerreichung arbeiten. Dabei ist das STRUCTOGRAM®-Seminar „Schlüssel zur Selbstkenntnis“ eine wertvolle Hilfe. 

Schönheits-OP´s - macht Botox glücklich


Wir lachen, wenn wir glücklich sind – aber funktioniert das auch umgekehrt? Das können Sie ganz einfach herausfinden: Stellen Sie sich einfach vor einen Spiegel und lachen sich an – so richtig! Dabei ist es ganz egal, wie Sie sich gerade fühlen. Meisten stellt sich nach max. 2 Minuten ein gutes Gefühl ein.

Unsere Körpersprache ist keine Einbahnstraße. Wir drücken darüber nicht nur aus, was unser Körper fühlt. Wir können durch unseren körperlichen Ausdruck auch beeinflussen, wie wir uns fühlen. Es handelt sich dabei also eher um eine Feedbackschleife zwischen unserem Gehirn und unserem Körper. Eine Konsequenz daraus ist: Nur wenn wir auch ein richtig elendes Gesicht machen, fühlen wir uns so richtig mies!

Und hier kommt Botox ins Spiel: Die University of Cardiff in Wales hat herausgefunden,  dass Frauen nach Botox-Injektionen einfach nicht mehr so ein trauriges Gesicht machen können und sich deshalb auch seltener niedergeschlagen oder depressiv fühlen. Wenn wir Traurigkeit oder Wut nach Botox-Behandlungen in unserem Gesicht nicht mehr so stark ausdrücken können, reagieren auch die entsprechenden Hirnareale nicht mehr so traurig/wütend wie bei Probanden ohne Botox-Einfluss, wie die technische Universität München herausgefunden hat. 

Den Jackpot knacken - macht Geld glücklich?


Generell gilt: Alles, was besser ist als erwartet, macht uns glücklich. Dazu gehört mit Sicherheit auch das Knacken eines satten Lotto-Jackpots. Aber leider hält das Glücksgefühl nicht lange vor. 

Bereits in den 1970er Jahren haben Studien gezeigt, dass Lotteriegewinner sich nicht glücklicher oder unglücklicher fühlen als andere Menschen. Ähnlich sieht es auch mit der Beziehung zwischen Einkommen und Glücksempfinden aus. Sobald wir uns die lebensnotwendigen Dinge leisten können, führt ein höheres Einkommen nicht zu einem signifikant glücklicheren Leben.

Was wir allerdings mit unserem Geld machen, hat einen messbaren Einfluss auf unser Glücksempfinden. Kurz gesagt macht uns das „Kaufen“ von Erlebnissen glücklicher als das Kaufen von Sachen. Meist hält die Freude über das neue Kleidungsstück oder das neuste elektronische „Spielzeug“ nur kurz vor. Dagegen können wir von tollen Erlebnissen z.B. im Urlaub, einer Varieté-Vorstellung oder bei einem guten Essen lange zehren. Und das Schönste daran: Während „alte“ Produkte immer unattraktiver werden, erscheinen uns diese Erlebnisse in der Erinnerung immer schöner, je länger sie zurück liegen.

Richtige Glücks-Egoisten gehen noch ein Schritt weiter: Sie geben Geld für andere aus! Egal ob eine Spende, eine Einladung zum Essen, der Euro für den Straßenmusiker oder ein großzügiges Trinkgeld; Menschen, die einen Teil Ihres Geldes für andere ausgeben, fühlen sich deutlich glücklicher. Dabei kommt es weniger auf die Höhe der Beträge an, sondern viel mehr auf die Häufigkeit. 

Schlank im Schlaf


Rechtzeitig nach den Feiertagen eine frohe Botschaft, auf die viele von uns gewartet haben: 

Gewicht verlieren während Sie schlafen … das klingt zu schön, um wahr zu sein – stimmt aber! 

Wenn wir nicht genug schlafen, wird das Hormon Ghrelin vermehr ausgeschüttet. Und ein höherer Ghrelin-Level während der Nachtstunden führt zu einem größeren Appetit am nächsten Tag. Zusätzlich wird bei zu wenig Schlaf das Stress-Hormon Cortisol stärker ausgeschüttet, was wiederrum unseren Appetit auf kohlenhydrat- und kalorienreiche Speisen erhöht. 

Michael Breus, Direktor der Schlaf-Division am Southwest Spine & Sports in Scottsdale / Arizona rät daher zu mindestens 7.5 Stunden Schlaf pro Nacht. Neben einer bewussten Ernährung und ausreichender Bewegung ist der Schlaf aus seiner Sicht der dritte Schlüssel zu einem gesunden Gewicht.

Selbstvertrauen schlägt Intelligenz


Nach welchen Kriterien bilden sich in selbstorganisierten Arbeitsgruppen Führer heraus? Setzen sich die cleversten Gruppenmitglieder durch … oder eher die mit der großen Klappe? 

Vielleicht kennen Sie ja den Spruch „Es setzt sich nicht die beste Idee durch sondern die lauteste“ – und genau das passiert auch in Arbeitsgruppen. Die Teammitglieder mit dem größten Selbstvertrauen bringen sich schneller und stärker ein und reden einfach mehr. Deshalb werden sie von den anderen Teammitgliedern als intelligenter und kreativer wahrgenommen – selbst wenn sie nachweislich mehr falsche Aussagen treffen als die zurückhaltenden Mitglieder im Team (Aktuelle Studie der University of California in Berkeley). 

Auf den Punkt gebracht bedeutet das: Eine mit viel Selbstvertrauen vorgetragene Aussage beeindruckt uns mehr als eine richtige.

Dazu ein Tipp: Achten Sie bei Trainings und Seminaren darauf, dass immer auch die innere Haltung der Teilnehmer berücksichtigt wird. Denn unsere Haltung bestimmt unser Verhalten und unser Verhalten erzeugt eine bestimmte Wirkung. Wollen wir also etwas an unserer Wirkung ändern, müssen wir bei unserer Haltung ansetzen – bloße Verhaltenstipps greifen dabei meist zu kurz!